Geschichte der Blasmusik bis 1975

Der erste namentlich erwähnte Tadtener Musikant ist der ehemalige Lehrer Julius Schmall. Die Lehrer dieser Zeit fühlten sich auch als Kulturträger und versuchten dies an ihrem Wirkungsort umzusetzen. Man kann daher ausgehen, dass Julius Schmall, schon im Jahre 1888 junge Leute zu Musikern ausgebildet hat. Unter seiner Leitung beherrschten die Musiker nicht nur Blasinstrumente sondern auch Streichinstrumente, wie es zur damaligen Zeit üblich war.


Julius Schmall mit Musikschüler

Bereits vor dem ersten Weltkrieg haben einige Musikanten unter Kapellmeister Martin Kasztler gemeinsam aufgespielt. Ab 1923 spielte die „Altmann-Banda“ Walzer, Polka, Marsch und Landler zur Unterhaltung der Bevölkerung.


"Altmann-Banda"

 

Zur gleichen Zeit hat der damalige Volksschuldirektor Julius Schmall ein eigenes Ensemble gegründet um damit kirchliche Feste umrahmen zu können. Bis 1927 leitete Schmall das Ensemble, ab 1928 übernahm Andreas Janisch die Leitung der Gruppe. Diese Gruppe musizierte in einer Streich- und Bläserbesetzung. Doch im Unterschied zur Altmann-Banda muszierte diese Kapelle nach Noten.


Julius Schmall und die Kirchenmusik 1925

Als 1938 Österreich besetzt wurde, hat die Regierung in die musikalischen Angelegenheiten der österreichischen Dorfkapellen eingegriffen. Somit wurden die Kapellen „Altmann-Banda“ und die Kapelle von Andreas Janisch zu einer Fusion gezwungen, denn ansonsten hätte der Spielbetrieb eingestellt werden müssen. Der Spielbetrieb musste dann schließlich während des zweiten Weltkrieges doch ganz eingestellt werden.


Die "fusionierte" Musikkapelle

Im Jahre 1949 schlossen sich 25 Burschen unter der Leitung von Direktor Motal zur Jugendkapelle Tadten zusammen, welche sich aber 1955 von Direktor Motal wieder trennten und sich dann „Bauernkapelle Tadten „ nannte. Die „Tadtener Bauernkapelle“, die 1959 von Michael Ebner übernommen wurde, bestand bis 1964.


Bauernkapelle Tadten 1953